Veranstaltungsort


Bremen
Uhrzeit
16:00 - 18:00 Uhr
Veranstaltungsreihe
iaw-Colloquium

Das Segment der „Normalarbeit“ schrumpft, gleichzeitig gewinnen Bereiche an Bedeutung, die zum einen durch prekäre, zum anderen aber auch durch privilegierte Erwerbsbedingungen charakterisiert sind – so lässt sich die These einer „bipolaren Heterogenisierung“ auf den Punkt bringen. Entsprechend differenzieren sich auch die sozialen Lagen aus, die noch immer maßgeblich durch Erwerbsarbeit geprägt werden.
Der Bremer Erwerbstätigkeitsatlas – ein Kooperationsprojekt des iaw, der Arbeitnehmerkammer Bremen und des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, das u. a. durch Mittel des Europäischen Sozialfonds gefördert wird – nimmt sich dieser Thematik an. Mittels Mikrozensus-Daten und der Entwicklung einer eigenen Methodik in Form eines Prekaritätsindexes erfolgt eine Analyse des Bremer Arbeitsmarktes hinsichtlich der Quantifizierung und Strukturierung der Erwerbstätigkeiten. Neben der systematischen Erfassung von Beschäftigungssegmenten werden die Zusammenhänge zwischen Normalbeschäftigung sowie prekärer bzw. privilegierter Erwerbsarbeit beleuchtet. Mit anderen Worten erfolgen quantitative Analysen orientiert an folgenden Fragen: Wie ist der Bremer Arbeitsmarkt hinsichtlich der Verteilung von Normalarbeitsverhältnissen und den „Zonen“ der Prekarität und Privilegierung strukturiert? Welche Zusammenhänge lassen sich diesbezüglich beobachten? Welche zentralen Faktoren beeinflussen prekäre bzw. privilegierte Erwerbsarbeit? Welche Branchenspezifika lassen sich hinsichtlich dieser Thematik erkennen?

Im Rahmen des Colloquiums wurde die eigens entwickelte Methodik des Bremer Erwerbstätigkeitsatlas präsentiert.