Veranstaltungsort | UFO | Kassenhalle Domshof 26 28195 Bremen |
Uhrzeit | 16:00 - 18:00 Uhr |
Referent/in | |
Veranstaltungsreihe | iaw-Colloquium |
Die Wirtschaft hat nur eine Zukunft, wenn sie durch ihre Dekarbonisierung zur Klimaneutralität beigeträgt. Diese „schöpferische Zerstörung“ von der fossilen zur nachhaltigen Produktionsweise fordert die Wirtschaft zusammen mit ihren Sozialpartnern sowie dem kooperierenden Staat.
Am Beispiel der Stahlindustrie lässt sich zeigen, unter welchen Bedingungen die hier bereits fortgeschrittene Transformation gelingen kann. Dabei gilt es vor allem die Übergangsprobleme beim Pfadwechsel zu bewältigen: fehlender grüner Wasserstoff, zu hohe Energiepreise, massiver Druck durch den Import von CO2-lastigem Stahl vor allem aus China sowie die Unsicherheit über die Zukunft der Arbeitsplätze.
Dabei lehrt das Beispiel Transformation vom fossilen zum grünen Stahl: Voraussetzung ist eine starke Sozialpartnerschaft auf der Basis der Mitbestimmung in den Unternehmen. Hinzukommen muss eine weitsichtig angelegte, produktive Kooperation von Staat und Wirtschaft vor allem im Bereich der Vorfinanzierung und der Infrastruktursicherung.
Dieses Transformationsbeispiel "grüner Stahl" zeigt heute schon, wie durch eine gemeinsame Gestaltung von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften die Weichen für die ökologische Transformation gestellt werden sollten.
Wir laden Sie herzlich zum Colloquium in der Reihe „Arbeit / Arbeitsmarkt – Solidarität in der Arbeitsgesellschaft“ am 30. 10. 2025 ein. Prof. Dr. Rudolf Hickel – startet mit einem Impulsvortrag zur sozialpartnerschaftlich gestalteten Dekarbonisierung.