Begleitevaluation zum Modellprojekt "Stärkung der präventiven Erziehungsberatung"
Wie kann präventive Erziehungsberatung Familien frühzeitig erreichen und zugleich langfristig das Jugendhilfesystem entlasten? Das iaw begleitet das Bremer Modellprojekt zur Stärkung der präventiven Erziehungsberatung wissenschaftlich und untersucht, welche Wirkungen niedrigschwellige und zugehende Beratungsstrukturen auf Familien, Hilfen zur Erziehung und den Jugendhilfehaushalt entfalten.Laufzeit:01. Februar 2026 - 30. April 2028
Forschungsteam:Dr. René Böhme (Projektleitung)
Wie kann präventive Erziehungsberatung Familien frühzeitig erreichen und zugleich langfristig das Jugendhilfesystem entlasten? Das iaw begleitet das Bremer Modellprojekt zur Stärkung der präventiven Erziehungsberatung wissenschaftlich und untersucht, welche Wirkungen niedrigschwellige und zugehende Beratungsstrukturen auf Familien, Hilfen zur Erziehung und den Jugendhilfehaushalt entfalten.Laufzeit:01. Februar 2026 - 30. April 2028
Forschungsteam:Dr. René Böhme (Projektleitung)
Mit dem Modellprojekt „Stärkung der präventiven Erziehungsberatung“ verfolgt die Stadt Bremen das Ziel, Erziehungsberatung gezielt weiterzuentwickeln und insbesondere Familien in belasteten Lebenslagen besser zu erreichen. Hintergrund ist, dass präventive Beratungsangebote zwar nachweislich wirksam sind, bislang jedoch sozial ungleich in Anspruch genommen werden. Gerade Familien in Armutslagen oder mit Zuwanderungsgeschichte sind in der Erziehungsberatung unterrepräsentiert.
Kern des Modellprojekts ist der Aufbau einer neuen Erziehungsberatungsstelle im Bremer Osten (Hemelingen/Osterholz), die mit einer verbesserten Personalausstattung sowie strukturellen Weiterentwicklungen – etwa niedrigschwelligen und zugehenden Angeboten – arbeitet. Ziel ist es, Unterstützungsbedarfe früher sichtbar zu machen, familiäre Belastungen rechtzeitig zu stabilisieren und so Eskalationen zu vermeiden, die häufig in kostenintensiven Hilfen zur Erziehung münden.
Die UBC übernimmt die wissenschaftliche Begleitung und Zwischenevaluation des auf fünf Jahre angelegten Modellprojekts. Die Evaluation ist als ressourcenschonendes Mixed-Method-Design konzipiert und kombiniert quantitative Auswertungen von Falldaten mit qualitativen Interviews. Analysiert werden unter anderem die erreichten Zielgruppen, Veränderungen in Beratungsverläufen, Effekte im Zusammenspiel mit Hilfen zur Erziehung sowie erste Hinweise auf mögliche fiskalische Wirkungen. Ergänzend werden Gelingensbedingungen, Umsetzungsherausforderungen und Kooperationsstrukturen im Sozialraum untersucht.
Die Ergebnisse der Begleitevaluation sollen eine fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung der Erziehungsberatung in Bremen liefern und zugleich Hinweise geben, unter welchen Bedingungen ein Transfer des Modellprojekts auf andere Stadtteile sinnvoll ist
Finanzierung
Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration
Laufzeit:01. Februar 2026 - 30. April 2028
Forschungsteam:Dr. René Böhme (Projektleitung)
Projekttyp:Drittmittelprojekt