Veranstaltungen

Das iaw präsentiert seine Forschungsergebnisse auf Tagungen, Konferenzen und Workshops sowie im Rahmen des iaw-Colloquiums.


Das Institut Arbeit und Wirtschaft organisiert Tagungen, Konferenzen und Workshops, womit es Foren zur Diskussion und Entwicklung sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Forschung bietet. Darüber hinaus wird regelmäßig ein interdisziplinäres Colloquium durchgeführt, bei dem die einzelnen Forschungs- und Dissertationsvorhaben der iaw-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgestellt und anschließend diskutiert werden. Hierzu sind Interessierte herzlich eingeladen!

29.10.2026 3. Jahrestagung des Verbundprojekts ressource (RessourcenEntwicklung in Dienstleistungsarbeit)

Veranstaltungsort
Kulturzentrum PFL
Peterstraße 3
26121 Oldenburg
Uhrzeit
9:30-18:00 Uhr

Anmeldungen bis zum 10.10.2026 bitte unter folgender Email-Adresse: m.dib@wisoak.de

Zum Programm

Veranstaltungsort
Helga
Helgolander Straße 22
Bremen
Uhrzeit
20:30 Uhr
Referent/in

Darüber sprechen Irene Dingeldey und Rene Böhme am Donnerstag bei SCIENCE GOES PUBLIC, ein Format der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. Wir schauen uns an, was Forschung und Arbeitsmarktstatistik über Arbeitsbereitschaft, Leistungsbezug und Sanktionen sagen – und warum die Figur des „arbeitsunwilligen Arbeitslosen“ gerade wieder eine solche politische Konjunktur erlebt.

Das Ganze bewusst nicht als klassischen wissenschaftlichen Vortrag, sondern kurz, verständlich und diskussionsfreudig – 30 Minuten Wissenschaft in der Kneipe und anschließend Zeit für Fragen und Austausch.

 

Dingeldey_Boehme_Faule_Arbeitslose.jpg (256 KB)

Veranstaltungsort
Forum am Domshof
Raum: Kassenhalle
Domshof 26
28195 Bremen
Uhrzeit
16:00 Uhr
Veranstaltungsreihe
Colloquium

Arbeitszeitautonomie gilt als zentrale Ressource, um Anforderungen aus Erwerbsarbeit, Care-Arbeit und Freizeit zu vereinbaren und belastende Arbeitszeitphasen auszugleichen. Sie wird durch Arbeitszeitgesetz, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen gerahmt, bleibt im Zugang aber ungleich verteilt, nach Berufsklasse, Geschlecht und Qualifikation (Chung 2022; Lott and Chung 2016; Lyness et al. 2012; Jacobi et al. 2025). Betriebliche Barrieren erschweren zudem eine lebensphasenorientierte Nutzung (Klenner and Lott 2016).

Weniger erforscht ist, wie sich Arbeitszeitautonomie als individuelle Ressource über den Erwerbsverlauf entwickelt: Wer gewinnt sie, wer behält sie, wer verliert sie? Autonomie als strukturelles Ressourcenbündel verstanden, zeigt, wie sich diese über Positionen, institutionelle Logiken und individuelle Entscheidungen verfestigen kann, und ob kumulative Vor- und Nachteilen im Lebensverlauf (DiPrete and Eirich 2006) erkennbar werden.

Datengrundlage ist das Sozio-ökonomische Panel (SOEP) mit zweijährigen Wellen von 2003 bis 2023 (abhängig Beschäftigte, 20 bis 65 Jahre). Hohe Arbeitszeitautonomie liegt bei Gleitzeit mit Arbeitszeitkonto oder selbstbestimmter Arbeitszeit vor. Analysiert werden Verläufe und Übergänge der Arbeitszeitregelung mit sequenz- und ereignisanalytischen Verfahren. Im Vordergrund steht dabei, ob frühe Phasen spätere Zugänge strukturieren und welche Übergänge als Weichenstellungen wirken. Erste Auswertungen deuten darauf hin, dass sich soziale Unterschiede nicht nur im Zugang, sondern vor allem im Erhalt von Arbeitszeitautonomie zeigen. Zeitautonomie wäre damit kein stabiles Berufsmerkmal, sondern ein sozial ungleich gesicherter Bestandteil der Erwerbsbiografie. Die Befunde sollen Anhaltspunkte liefern, wo eine lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung ansetzen kann.

 

 

Veranstaltungsort
University of Bremen
Forum am Domshof
28195 Bremen
Veranstalter/in

Das Institut Arbeit und Wirtschaft (iaw) richtet vom 8. bis 10. März 2027 die European Winter School for Women* in the Study of Work and Employment Relations aus, organisiert von Timur Ergen, Tina Schneider und Martin Seeliger (iaw) gemeinsam mit Şerife Erol (Universität Jena) und Ines Wagner (Universität Oslo).

Der dreitägige Workshop bringt 12–15 Nachwuchswissenschaftlerinnen und nicht-binäre Forschende aus Europa mit herausragenden Forscher*innen von Universitäten aus ganz Europa zusammen – u. a. mit Chiara Benassi (Bologna), Irene Dingeldey (iaw), Lena Hipp (WZB), Bettina Kohlrausch (WSI), Ania Plomien (LSE) und Valeria Pulignano (KU Leuven).

Der Call for Applications ist veröffentlicht; Bewerbungen sind bis zum 15. Oktober 2026 an wwswork@uni-bremen.de möglich.

 cfa_winterschool_work.pdf (549 KB)

14.04.2027 Gastvorlesung Professor Marcus Böick

Prof. Marcus Böick, Dr. (Universität Cambridge/UK)
Veranstaltungsort

Raum: Kassenhalle
Domshof 26
28195 Bremen
Uhrzeit
15:00 Uhr
Referent/in
Prof. Marcus Böick, Dr. (Universität Cambridge/UK)
Veranstaltungsreihe
externer Vortrag

 

14042027_Boeick_Populismus.jpg (903 KB)

 

14042027_Boeick_Populismus.pdf (156 KB)