Mitteilungen


- HWWI Policy Paper 128 -

In einem gut besuchten Online-Pressegespräch am 18. November 2020 wurde eine gemeinsame Publikation des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) mit der Universität Bremen vorgestellt. Die neue Studie „Struktureller Umbruch durch COVID-19: Implikationen für die Innovationspolitik im Land Bremen widmete sich den Folgen der COVID-19-Pandemie für das Land Bremen. Der Fokus der Analyse liegt auf den Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Innovationspolitik und auf den strukturellen Wandel in der Hansestadt. Die Beiträge gliedern sich in vier Schwerpunkte: Innovation und Gründungsgeschehen, Urbane Entwicklungen und Nachhaltigkeitsinnovationen, Finanzwissenschaftliche Aspekte sowie Globale Märkte und Wertschöpfungsketten.

Das iaw hat mit zwei Artikeln zur Publikation beigetragen: Prof. Dr. Rudolf Hickel mit einem Beitrag zur „Finanzpolitik unter dem Regime der Corona-Krise: Bedeutung der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen und das Fallbeispiel Freie Hansestadt Bremen. Dr. Guido Nischwitz widmete sich in seinem Beitrag der „Urbanen Produktion für eine Produktive Stadt Bremen: Beschleunigt die Pandemie eine nutzungs- und funktionsgemischte Stadt?

www.weser-kurier.de


Kontaktdaten:
Prof. Dr. Rudolf Hickel
Dr. Guido Nischwitz
FVG / Wiener Str. 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-61735
E-Mail: gnischwitz@uni-bremen.de

Die neue Studie über die Herausforderungen im Übergang Schule - Beruf ist in der Reihe "Arbeit und Wirtschaft in Bremen" erschienen

Für junge Menschen in komplexen Problemlagen, die Schwierigkeiten beim Übergang in das Erwerbsleben haben, werden bundesweit sowie im Land Bremen Programme und Fördermaßnahmen entwickelt. Die Verantwortlichkeiten erstrecken sich auf mehrere Politikfelder wie die Bildungs-, Jugend(hilfe)-, Sozial-und die Arbeitsmarktpolitik. Trotz der dabei entstandenen Vielfältigkeit der Angebote werden einige junge Menschen nicht immer erreicht. Das vorliegende Projekt untersucht, welche Faktoren begünstigen oder verhindern, dass junge Menschen von Unterstützungsangeboten im Übergang Schule–Beruf erreicht werden. Dabei werden Angebote der Beratung, Ausbildungs-und Arbeitsvermittlung, der Existenzsicherung sowie damit verbundene begleitende Unterstützung der Jugendhilfe untersucht (SGB II, III und VIII). Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts stehen die Sichtweisen und Erfahrungen der jungen Menschen mit den Institutionen und Angebotsstrukturen. Diese werden durch die Perspektiven der institutionellen Akteurinnen und Akteure in den Angebotsstrukturen im Land Bremen ergänzt. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass konkrete Hilfestellungen sowie von den Jugendlichen subjektiv als sinnvoll erachtete Angebote die Annahme von Unterstützungsangeboten –und damit die Erreichbarkeit –von jungen Menschen fördern. Des Weiteren spielt eine wertschätzende Beziehungsebene zwischen dem jungen Menschen und der Bezugsperson eine zentrale Rolle für den beruflichen und sozialen Entwicklungsprozess. Die hier untersuchte Gruppe von jungen Erwachsenen fühlt sich durch eine eher sozialpädagogische Herangehensweise, die Problemlagen sowie die lebensweltliche Situation miteinbezieht, besonders unterstützt. Umgekehrt kann das im SGB II stärker ausgeprägte Spannungsverhältnis zwischen Beratungs- und Kontrollfunktion den Aufbau einer positiven Arbeitsbeziehung behindern und belasten. Darüber hinaus begünstigen komplexe Zuständigkeiten im Behördendschungel sowie komplizierte und lange Antragsverfahren –auch in existenziellen Notlagen –das Entstehen einer Situation der Nicht-Erreichbarkeit der institutionellen Unterstützungsstrukturen durch hilfesuchende junge Menschen und gefährden ihre berufliche und soziale Integration.

Steinberg, Lisa; Dingeldey, Irene, 2020: Wer ist hier schwer zu erreichen? Herausforderungen im Übergang Schule–Beruf, 31/2020, Bremen: Arbeitnehmerkammer Bremen,

Überarbeitete und erweiterte Version des iaw-Projektabschlussberichts zur Personalbemessungsstudie von Cora Zenz und Guido Becke.

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Jährlich verabreden die Arbeitnehmerkammer Bremen und das iaw neue Forschungsprojekte. Für 2020 sind sechs Projekte vorgesehen.

PROJEKTE MIT DER ARBEITNEHMERKAMMER

Für 2020 hat das iaw im Rahmen der Forschungskooperation mit der Arbeit­nehmerkammer Bremen sechs neue Projekte verabredet, die vor allem aktuelle Entwicklungen und Veränderungen des Arbeitsplatzes für Arbeitnehmer untersuchen.
Die Projekte bearbeiten im Detail folgende Themen:

Green Economy - Eine Perspektive für die Wirtschaft-, Beschäftigungs- und Stadtentwicklung in Bremerhaven
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Gute Arbeit gestalten mit der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen. Inspirierende Praxisbeispiele aus dem Land Bremen
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Duales Studium – Angebote, Erfahrung und Auswirkungen
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Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen im Wandel? Eine fallstudienbasierte Zwischenbilanz geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen für die Beschäftigung wissenschaftlichen Personals und ihre wissenschaftspolitischen Auswirkungen
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Schulisches Übergangssystem in Bremen
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Betriebliche Unterstützungsstrukturen: Wie sind die Arbeitsbedingungen zu gestalten, um Mitarbeiter*innen in der Pflege langfristig halten zu können?
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Herausgeber*innen: Peter Bleses, Britta Busse, Andreas Friemer

Digitale Arbeitsmittel dringen in Arbeitsbereiche vor, in denen sie bislang nur eine untergeordnete Rolle spielten. Die Langzeitpflege ist einer dieser Bereiche, in dem die Arbeit am Menschen und mit dem Menschen im Mittelpunkt steht. Die Akzeptanz digitaler Technik ist daher bei den Beschäftigten in der Pflege voraussetzungsreich. Um Chancen verwirklichen zu können, die in der Technik für gute Arbeit in der Langzeitpflege liegen, bedarf es einer umfassenden Planung, Einführung und Begleitung von Digitalisierungsprojekten. In diesem Band werden zentrale Dimensionen und notwendige Ressourcen des „Veränderungsprojekts Digitalisierung in der Langzeitpflege“ diskutiert. Zu bedenken sind nicht nur technische, ethische, arbeits- und datenschutzrechtliche Aspekte. Zudem sind für die erfolgreiche Integration in den Arbeitsalltag eine vorausschauende Arbeitsorganisation und Kompetenzentwicklung sowie eine partizipative und motivierende Lern- und Führungskultur bedeutend.


Kontaktdaten:
Dr. Peter Bleses
Cover Tarifflucht
Cover Tarifflucht
Eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) und des Instituts Arbeit und Wirtschaft IAW) der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmerkammer Bremen, Autoren: Thorsten Schulten, Andreas Friemer, Irene Dingeldey, Malte Lübker

Die vorliegende Studie untersucht Stand und Entwicklung der Tarifbindung in Bremen und ihre Auswirkung auf die Einkommens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Empirische Grundlagen sind zum einen Daten des IAB-Betriebspanels sowie ergänzend die Verdienststrukturanalyse des Statistischen Bundesamtes und eine vom Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) im Auftrag der Arbeitnehmerkammer Bremen durchgeführte Beschäftigtenbefragung.

 

http://iaw.uni-bremen.de/veroeffentlichungen/publikationen/?publ=1316


Kontaktdaten:
PD Dr. rer. soc. Irene Dingeldey
FVG / Wiener Str. 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-61710
E-Mail: dingeldey@uni-bremen.de

- iaw Schriftenreihe Nr. 28 - Die Studie zeichnet ein aktuelles Bild des Umfangs und der inneren Struktur der IT-Branche und gibt Auskunft über die regionalen Entwicklungsbedingungen der IT-Branche im Bundesland Bremen. Insbesondere für die IT-Dienstleistungen zeigt sich eine sehr positive Entwicklung bei den Beschäftigten- wie bei den Betriebszahlen. Insgesamt erhält der Standort in der Branchenumfrage gute Noten, auch wenn von den Unternehmen aus ihrer Perspektive auf einige Mängel, vor allem Probleme bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal, verwiesen wird. Eine besondere Stärke des Standortes Bremen scheint bei der Entwicklung und verschiedenen Anwendungen von künstlicher Intelligenz zu liegen.

 

iaw Schriftenreihe Nr. 28

Prof. Dr. Rudolf Hickel, Institut für Arbeit und Wirtschaft, und Elke Heyduck, Geschäftsführerin der Arbeitnehmerkammer zeigen im #DGB Countdownpapier 3 auf, warum der Neoliberalismus kein Konzept für die Lösung der Krise ist.

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Mit dem Kurs "Regulating of indivdual and collective labour rights" des Studiengangs Master Sozialpolitik in (Anlehnung an das SFB Projekt 'Worlds of Labour') zum Auswärtigen Amt. Bild: PH Dr. Irene Dingeldey und Annika Jafar (ehemalige Studierende des Master Sozialpolitik in Bremen)

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Jean-Yves Gerlitz und Irene Dingeldey präsentierten bei der ILERA-Konfrenz „Perspectives of Employment Relations in Europe“ erste Ergebnisse des Teilprojektes A03 „Welten der Arbeit“ des Sonderforschungsbereichs 1342 an der Universität Bremen.

In ihrem Vortrag zum Thema „The evolution of standard and non-standard employment relationship regulation in Europe and other regions of the world“ (>> link) zeigten Jean-Yves Gerlitz und Irene Dingeldey im Rahmen des Panels Shaping good work die Entwicklung der Regulierung des Normalarbeitsverhältnisses wie auch flexibler Erwerbsformen in den vergangenen 40 Jahren.

Auf Basis der Daten des Cambridge Labour Regulation Index (CBR-LRI) zu 86 Ländern in Europa, Nordamerika und Ozeanien sowie Lateinamerika, der Karibik, Afrika und Asien konnten verschiedene Muster der Regulierung und deren Wandel gezeigt werden. Zudem wurde deutlich, dass für das genannte Ländersample insgesamt eher eine Zunahme der Regulierung, das vor allem zunächst gering regulierte Länder des globalen Südens den „Schutz“ durchaus ausweiteten. Um die Muster zu erklären wurde auf „legal origin“-Theorien und Einflüsse des Kolonialismus rekurriert. Darüber hinaus zeigte vor allem die Mitgliedschaft in internationalen Organisationen, z.B. die EU, eine hohe Erklärungskraft für bestimmte Muster des Wandels der Arbeitsverhältnisregulierung.